Die Geschichte von St. Martin

St. Martin NiederheideAm Martinstag erinnern wir an den Heiligen Martin von Tours. Er wurde um 316/317 in Savaria heute Szombathely, Ungarn geboren und starb am 8. November 397 in Candes bei Tours in Frankreich. Als römischer Legionär nahm er den christlichen Glauben an und wurde einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche.

An einem Tag im Winter begegnete Martin am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen.

In alter Zeit hatte der Martin eine sehr hohe Bedeutung und von den etlichen Traditionen haben einige bis in unsere Zeit hinein überlebt. Am elften November endete im Mittelalter das bäuerliche Arbeitsjahr. So wurden die Ernteerträge verkauft und mit den Erlösen der jährliche Pachtzins gezahlt. Es wurde Saatgut für das nächste Jahr und neues Vieh auf den Märkten erstanden. Auf den Schlachtfesten gab es ein fröhliches Feiern, das wir heute noch in der traditionellen Martinsgans oder den Martinswecken, Stutenkerlen und Martinsbrezel  wiederfind1e.

Die bei uns sehr beliebten Martinsumzüge mit Laternen, großem Martinsfeuer und hoch zu Ross reitenden Sankt Martin haben ihren Ursprung im späten neunzehnten Jahrhundert und verbreiteten sich vom Rheinland aus. Als Höhepunkt der Umzüge wird, wie auch in Niederheide, die Mantelteilung nachgespielt und ein Martinsfeuer abgebrannt.

Das mitmenschliche Helfen und die soziale Orientierung stehen im Vordergrund. Das das Martinsbrauchtum beinhaltet nach all den vielen Jahren immer noch die gleiche christliche Botschaft: Wer teilt, gewinnt.

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